- Kolumne
108: Fast Food
Fast Food ist mehr als schnell gekocht: Ich starte ein Hotdog-Projekt und mache alle Komponenten selbst.
Ein Beitrag von Torsten Kluske
108: Mein Hot Dog Projekt
Currywurst, Burger, Döner oder Hotdog: Zum Thema Fast Food fallen einem schnell viele Gerichte ein. Gemeint sind Speisen, die man in möglichst kurzer Zeit serviert und isst. Nicht gemeint sind Gerichte, die einfach zuzubereiten sind. Es geht vor allem um zwei Dinge:
Das Gericht muss sich nach einem gut vorbereiteten Baukastenprinzip zusammensetzen lassen. Die einzelnen Bestandteile sollten so weit vorgefertigt sein, dass mit wenig Aufwand schnell ein verzehrfertiges Gericht entsteht.
Für den Verzehr bleibt meist nur wenig Zeit. Entsprechend kurz und effizient ist auch der Aufenthalt in dem Lokal, das Fast Food anbietet.
Ideale Bedingungen also, um sich in der Mittagspause zwischen zwei Terminen, schnell noch etwas einzuverleiben.
Die Idee des schnellen Essens ist nicht neu. Schon in der Antike gab es Straßenläden, sogenannte „Thermopolia“, die heiße Speisen anboten. Die meisten Wohnungen in den Städten hatten keinen Herd. Deshalb konnten die Bewohner ihre Nahrungsmittel nicht erhitzen.
Bis zur Eröffnung des ersten McDonald’s-Restaurants vergingen dann noch ein paar Jahrtausende: 1940 eröffneten Dick und Mack McDonald ihr Restaurant in San Bernardino. Dort boten sie Cheeseburger und Milchshakes an, die sie in Windeseile servierten.
Der rasante Erfolg von McDonald’s beruhte auf der Erkenntnis, dass die meisten Arbeitnehmer ihr Mittagessen in ihrer kurzen Pause außerhalb des Arbeitsplatzes einnehmen mussten. Firmenkantinen waren noch nicht weit verbreitet.
Heute treibt man das Ganze auf die Spitze, wenn man das bestellte Menü gleich ins wartende Auto gereicht bekommt und es dort direkt verzehrt. Der Weg ist das Ziel. Nicht zuletzt geht es darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Kalorien in sich hineinzuschaufeln.
An sich ist gute Vorbereitung, die ein schnelles Gericht ermöglicht, nicht verwerflich. Ein leckerer Döner mit selbstgemachtem Brot, magerem Fleisch, viel Salat und Joghurtsoße ist sicher auch unter dem Aspekt gesunder Ernährung kein schlechtes Gericht. Und es gibt Fast-Food-Klassiker, die es verdienen, den Fokus vom schnellen Verzehr auf die Herstellung der einzelnen Bestandteile zu lenken. Deshalb habe ich mir die kulinarische Challenge gestellt, einen Hotdog komplett selbst zuzubereiten.
Die größte Herausforderung ist sicher das Wiener Würstchen. Für ein Würstchen aus feinem Brät muss man gerade in der heimischen Küche ein paar Kniffe anwenden. Auch das Brötchen, das meist aus einem süßlichen Brioche-Teig gebacken wird, ist recht aufwendig.
Als Hotdog-Vorlage habe ich das schwedische Möbelhaus in Braunschweig besucht und das Party-Familien-Paket gekauft: Ketchup, Senf, Röstzwiebeln, Gewürzgurken, Brötchen und Würstchen. Für mich völlig unverständlich fehlt in dem Set die Remoulade. Falls gewünscht, muss man sie extra kaufen.
Nächste Woche geht es los. Das Projekt werde ich natürlich auch mit einigen Videos dokumentieren. Also bleibt gespannt und freut euch darauf.
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