- Kolumne
Teil 56: Spargelstrudel mit Farbtupfern
Ein Beitrag von Torsten Kluske
Strudelteig - dünn wie Papier und somit zum Einpacken perfekt geeignet
Kann man machen – muss man nicht. In diese Kategorie gehört eindeutig ein Strudelteig. Die hauchdünn ausgerollte oder besser ausgezogene Mischung aus Mehl, etwas Fett und Wasser bekommt man im Kühlregal in so guter Qualität, dass sich die aufwändige Herstellung zu Hause kaum lohnt. Um jedoch meine Reputation nicht zu gefährden, habe ich selbstverständlich keine Mühen gescheut und ein Rezept für einen Strudelteig ausprobiert.
Die dünnen Teigblätter, mit flüssiger Butter oder Öl bestrichen, backen sich zu einer zarten, knusprigen Hülle für vielfältige Füllungen. Bekannt und beliebt als Yufka- oder Filo-Teig, eignen sie sich hervorragend, um verschiedenste Zutaten einzuwickeln. Besonders praktisch ist das Ganze, wenn vom Vortag etwas übrig ist: Das krosse Päckchen kaschiert geschickt die Resteverwertung. Schneiden Sie die Zutaten klein, mischen Sie sie zu einer schmackhaften Masse und zaubern Sie einen herzhaften Strudel. Verquirlte Eier sorgen dabei für die nötige Bindung.
Gerade zurzeit bietet es sich an, Spargel- und Kartoffelreste zu verarbeiten. Eine schöne Alternative zur leicht überstrapazierten Spargelsuppe in der die kleingeschnittenen Zutaten sonst für gewöhnlich landen.