- Küchenwissen
Der Pfeffer Guide
Ein Beitrag von Torsten Kluske
Supermarkt Pfeffer sind oft nur Tütchen mit Staub. Das Problem ist nicht nur, das gemahlener Pfeffer super schnell sein Aroma verliert. Das Problem ist, dass er schon vor dem Mahlen gar kein Aroma mehr hat, weil es für andere Zwecke extrahiert wurde. Oft werden bei günstigem Pfeffer die ätherischen Öle und oder das Piperin schon vor dem Mahlen extrahiert und für andere Zwecke verwendet.
Der Urwaldpfeffer von Direkt vom Feld hingegen, das ist ein richtig guter Pfeffer.
Guter Pfeffer, wie dieser hier von Direkt vom Feld, wird nicht dampfsterilisiert. Dann ist das Korn noch voller ätherischer Öle. Dieser Pfeffer wird in Südindien traditionell angebaut, jährlich frisch geerntet und schonend getrocknet. Nur so entfaltet er seinen vollen Geschmack: Mit viel Frucht, Tiefe und sogar Zitrusnoten.
Wie immer gilt auch hier: hervorragende Qualität kaufen und mit Verstand verwenden. Was für Kaffee oder viele Gewürzen gilt, gilt ganz besonders für hochwertigen Pfeffer: Man sollte ihn möglichst erst direkt vor der Verwendung zerkleinern. Sonst machen sich die flüchtigen Aromen schnell aus dem Staub. Das Zerkleinern geht mit einer guten Gewürzmühle oder mit so einem Mörser. Damit geht das Zermahlen des Pfeffer super schnell:
Einfach die gewünschte Menge hineingeben und dann mit dem Stößel mahlen.
3 Tipps zum Mörsern:
- Stößel und Schälchen sollten eine raue Oberfläche haben, sonst schiebt man die Gewürze nur vor sich her.
- Den Mörser nicht zu voll füllen.
- Stößel Gerade halten und mit Druck nach unten. Dann von innen nach außen kleine und große Kreise – so fällt immer wieder neues Mahlgut in die Mitte.
Und so können sich die ätherischen Öle entfalten und gleichmäßig verteilen. Und frisch gemörsert habt ihr nicht nur Schärfe, sondern Charakter auf dem Steak.